
Seitenplatten und Mitnehmer-Module sind optionale Bestandteile eine Modulbandes.
Gelenkstäbe halten die einzelnen Modulreihen eines Gliederbandes zusammen. Durch das Herausziehen ist ein schneller Austausch einzelner Module möglich, z.B. bei einem Defekt oder zum Austausch gegen Gummimodule oder ähnlichem.
Ja, aufgrund der seitlichen Führung des Modulbandes können Gliederbandförderer seitliche Kräfte in bestimmtem Maße aufnehmen.
Module eines Gliederbandes können durch das Herausziehen der beiden Gelenkstäbe unproblematisch ausgetauscht werden.
1. Zusammenführen der Bandabschnitte
2. Stab einsetzen
3. Leicht einschlagen
Der Slip-Tick-Effekt bei Gliederbandförderer entsteht, wenn die Haftreibung grösser ist als die Gleitreibung. Bei Förderern ist das insbesondere der Fall, wenn schwere Produkte sehr langsam gefördert werden.
Bei Modulbändern wird der Effekt verstärkt, da diese in sich einen großen Toleranzbereich haben, d.h. das Band bleibt evtl. bei plötzlicher Belastung stehen, da die Toleranzen in den Gelenken herausgezogen werden, bevor das Band durch den Antrieb wieder gezogen wird.
Durch das plötzlich Anziehen wird das Produkt und Band kurz etwas schneller und bleibt dann wieder stehen. Dieser Effekt bleibt dann solange bis diese Schwingung abgebaut ist.
Zur Vermeidung hilft auf jeden Fall eine Vorspannung auf dem Band, so dass der Toleranzbereich verkleinert wird sowie die richtige Reibpaarung zwischen Band und Auflage.
Ursachenanalyse und Behebung von Quietschen bei Gliederbandförderern
Ein Gliederbandförderer kann unter bestimmten Betriebsbedingungen ein Quietschen verursachen. Dies kann auf verschiedene Ursachen zurückgeführt werden, wie z. B. unzureichende Schmierung, falsche Bandspannung oder eine Überlastung des Systems. Eine gezielte Analyse der Störquelle sowie geeignete Gegenmaßnahmen sind erforderlich, um eine reibungslose und geräuscharme Funktion des Förderers sicherzustellen.
Lokalisierung des Quietschgeräuschs
Das genaue Herkunftsgebiet des Quietschgeräuschs sollte bestimmt werden. Mögliche Quellen sind:
- Das Modulband selbst
- Die seitliche Führung, insbesondere bei Kurvenbändern
- Die Zahnräder an der Antriebs- und Umlenkseite
Schmierung des Modulbandes
Normalerweise benötigt ein Modulband keine Schmierung. Sollte jedoch ein übermäßiges Quietschen auftreten, kann in Ausnahmefällen Teflon-Spray als Schmiermittel eingesetzt werden, um die Reibung zu minimieren.
Prüfung der Bandspannung
Je nach Bauart des Förderers ist die Bandspannung zu kontrollieren. Eine zu hohe Spannung kann zu erhöhter Reibung und damit zu Quietschen führen.
Zudem sollte geprüft werden, ob sich Fremdkörper oder Bauteile des Förderers verhakt oder verklemmt haben, da auch dies zu unerwünschten Geräuschen und Funktionsstörungen führen kann.
Kontrolle der Bandbelastung und Geschwindigkeit
Ein weiterer Faktor kann eine Überlastung oder eine zu hohe Betriebsgeschwindigkeit sein. Zu prüfen ist:
- Wurde die maximal zulässige Nutzlast des Gliederbands überschritten?
- Wird das Band mit einer höheren Geschwindigkeit betrieben als vorgesehen?
Durch systematische Analyse und gezielte Optimierung der Betriebsparameter lassen sich unerwünschte Geräusche minimieren und ein effizienter sowie wartungsarmer Betrieb des Gliederbandförderers sicherstellen.